Wien, am 6. April 1897

Der Komponist Johannes Brahms wird auf dem Zentralfriedhof beigesetzt. Hunderte nehmen Abschied. Am Rande, etwas entfernt von der Gesellschaft, steht der junge Bankangestellte Arnold Schönberg. Tief bewegt vom Verlust eines Mannes, dem er nie persönlich begegnet ist, dem er sich trotzdem geistesverwandt weiß wie kaum einem zweiten, entschließt er sich, dem Toten einen Brief zu schreiben. Er möchte ihm posthum seine Verehrung erweisen, ihm mitteilen, wie sehr ihn der Verlust schmerzt, und seiner Überzeugung Ausdruck verleihen, er, Schönberg, werde den Weg, den Brahms eingeschlagen habe, konsequent weitergehen und die Musik zu einer nie erreichten Höhe führen.

Zwei Wochen später geschieht das Unglaubliche:
Brahms antwortet!



Anhören: Arnold Schönberg, Phantasie für Violine mit Klavierbegleitung op.47

Anhören: Johannes Brahms, Scherzo c-moll WoO 2

Anhören: Die Kunst, ohne Einfälle zu komponieren

Anhören: Interwiew WDR3 Resonanzen

weiter ...